Fragen an mein Selbst

von Lifestyle

Einen Menschen lerne ich während der Coronaquarantäne besonders gut kennen: mich.

Seit vier Tagen gilt in Berlin ein Kontaktverbot. Was bedeutet, wir müssen zuhause bleiben, dürfen nur zu Besorgungen, unverzichtbaren Terminen oder zum Spaziergang mit einer weiteren Person oder den Kindern das Haus verlassen. Dieser bundesweite Erlass aufgrund der Coronapandemie ist erst einmal für zwei Wochen in Kraft gesetzt.
Es ist die erste wirklich ernste, die gesamte Weltbevölkerung betreffende Krise, die ich erlebe. Diese Krise muss einen Sinn haben, da bin ich sicher. Für uns alle gemeinsam, die wir diesen Planeten bevölkern. Aber auch für jeden Einzelnen von uns.
Wie wir uns nach überstandener Krise fühlen werden, beschreibt der Zukunftsforscher Matthias Horx in seiner Corona-Rückwärts-Prognose: „System reset. Cool down! Musik auf den Balkonen! So geht Zukunft“.

Die Zeit bis zur Zukunft will ich nicht einfach nur durchstehen und abwarten, bis die Normalität wiederkehrt. Deshalb beschloss ich, mich beziehungsweise mein Verhalten und meine Gefühle während dieser Tage bewusst zu beobachten. Wie geht es mir in der Krise? Wie verhalte ich mich in einer bislang nie erfahrenen und auch nicht gänzlich ungefährlichen Situation?
In meinem Coronatagebuch werde ich täglich kurze Notizen niederschreiben zu diesen Fragen:

Wie begegne ich meiner Angst? Wie stark ist sie, zu welchen Tageszeiten variiert die Stärke?  

Was ist für mich die größte Herausforderung am permanenten Zuhausebleiben?
Wie unterscheidet sich dieses Zuhausebleiben aufgrund einer staatlichen Auflage zur gleichen Situation bedingt durch meine Depression?

Welche (bisher unbewussten?) Stärken erkenne ich bei mir?
Welche (bisher unbewussten?) Schwächen?

Wie verhalte ich mich meinem Partner gegenüber? Wie reagiert er?
Wie verhält sich mein Partner und was bedeutet dieses Verhalten für mich? Wie reagiere ich?

Welche positiven Seiten erkenne ich während des Kontaktverbots?  

Was ist mir wichtig in meinem aktuellen Alltag? Was ist unwichtig?
Was ist unverändert, was ist anders als gewohnt?  

Wie verhält sich meine Depression, das Morgenmonster?

Was in meinem Leben, der Partnerschaft und/oder dem Alltag, werde ich ändern, wenn die Viruskrise überstanden sein wird?

https://www.palverlag.de/corona_positives_in_der_krise.html

https://www.palverlag.de/lebenshilfe-abc/resilienz.html

 

Last modified: 25. März 2020

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