Eigentlich will ich…

…mit dem Start von Mein blauer Lippenstift meinen bisherigen Schreibmodus ändern, anstatt journalistischer Texte vor allem fiktive Geschichten verfassen, meine Gedanken und Ideen ohne thematischen Zwang formulieren, weniger nüchterne Fakten sammeln, sondern der Fantasie keine Grenzen setzen und einfach notieren, was mir persönlich wichtig erscheint. So stelle ich mir meinen Blog vor. An dieser Absicht hat sich nichts geändert, weshalb ich zu texten beginne über Continue Reading

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Jetzt müssen die Profis ran

„Ich versuche seit Wochen über Instandhaltung zu schreiben, aber das ist nicht leicht. Und zwar aus einem einfachen Grund: Instandhaltung nimmt so viel Zeit in Anspruch, dass ich kaum dazu komme, mich an den Computer zu setzen.“ Dieses Bekenntnis von Nora Ephron in ihrem Buch Der Hals lügt nie brachte mich zum Nachdenken über die Zeit, die wir Frauen mit zunehmenden Jahren in die Erhaltung der Schönheit investieren. Nora Ephron schreibt in ihrer typischen amüsanten und leicht selbstironischen Art über die täglichen (Dusche), wöchentlichen (Peeling), monatlichen (Haare färben) und jährlichen (Botox) Maßnahmen mittels denen wir Frauen versuchen, die Zeit zurückzudrehen oder zumindest in Würde den Status quo zu erhalten.
Die Filmklassiker der 2012 verstorbenen Regisseurin und Produzentin (u.a. Harry and Sally, Sleepless in Seattle) gehören zu meinen verlässlichen Stimmungsaufhellern. Diese Filme stammen noch aus der Zeit bevor sich Meg Ryan mittels Skalpell und großzügigen Mengen Botox verjüngen (verschönern???) ließ. Doch das ist ein anderes Thema. Continue Reading

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Wie die Lemminge

Mein neues Auto ist da. Seit Wochen warte ich darauf, schon seit Jahren denke ich darüber nach, den mir zwar ans Herz gewachsenen, aber in die Jahre gekommenen Wagen gegen einen neuen einzutauschen. Die Entscheidung fiel schwer, wurde immer wieder vertagt, weil wichtigere Anschaffungen anstanden. Schließlich ist es nur ein Fortbewegungsmittel, das mich bequem zu geschäftlichen und privaten Terminen bringen soll. Vor einigen Wochen hatte ich mich zu einem Neukauf entschieden, was eigentlich keines weiteren Gedankens wert ist. Continue Reading

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Gruftie Power

Zu meinem 30. Geburtstag zeichnete mir eine Freundin dieses Bild. „Jetzt gehörst Du zu den Alten“, hieß die Botschaft, auch wenn sie mir das Geschenk mit liebevollem Grinsen überreichte. Die Twenties waren vorbei, ich reihte mich in die graue Masse ein, die ihre Jugend hinter sich gelassen hat. Ich nahm es mit Humor, hängte das Bild über meinem Schreibtisch auf und lebte weiter wie zuvor.

Über dem Schreibtisch hängt die Zeichnung noch immer, weit mehr als zwanzig Jahre später, auch wenn der Schreibtisch und mein Büro sich längst nicht mehr am gleichen Ort wie damals befinden. Das nette Nagetier begleitete mich seitdem bei einigen Umzügen. Die coole alte Ratte im Agentenlook steht bis heute für die Botschaft: Deine Jugend ist vorbei! Wobei meine Ergänzung lautet: Ab sofort kannst Du es lässig angehen. Continue Reading

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Schreiben ist die Gesellschaft der Einsamen – oder: Beim Schreiben wähle ich meine Gesellschaft selbst

Schreiben ist eine einsame Beschäftigung. Egal, ob man mit Kollegen Schreibtisch an Schreibtisch im Großraumbüro einer Redaktion arbeitet, sich im Café in eine ruhige Ecke setzt oder seine Zeit zuhause im Bett mit dem Notebook auf den Knien verbringt.

Meine Gedanken und ich, mehr ist da nicht, wenn ich über einem Text brüte. Da ich freiberufliche Autorin bin,  arbeite ich alleine, wenn auch nicht im Bett, sondern am Schreibtisch im „Home Office“, auf der Couch im Wohnzimmer oder am Küchentisch. Und manchmal auch in meinem Stammweinlokal mit portugiesischem Rosé im Glas, wenn ich unter Menschen sein mag. Niemals im Café oder Coffee Store, wobei ich als Kaffeetrinkerin den Grund dafür nicht weiß.

Warum schreibe ich?

Schreiben ist also eine einsame Sache, objektiv betrachtet. Nur ich und meine Gedanken, gleichgültig, wie viele Menschen um mich herum sind. Andererseits Continue Reading

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Mit Peter Mayle auf dem Hausboot

Mein blauer Lippenstift Blog startet in meinen Sehnsuchtswochen, wenn der Sommer seinen Höhepunkt erreicht. Im Südwesten Deutschlands, wo ich die meiste Zeit verbringe, ist es dann schwülwarm, die Luftfeuchtigkeit ist extrem hoch, sie treibt mir den Schweiß auf die Stirn, sobald ich am Morgen die Augen öffne.
„Hundstage“ nennt man diese Zeit im Juli und August, Hochsommer. Astronomisch wird die 30 Tage dauernde Phase „Tage vor dem Hund“ genannt, die Zeitspanne bis das Sternbild Großer Hund vollständig zu sehen ist.

Doch ich schweife ab. Die Hundstage sind meine Lieblingszeit, trotz schwitzen und dem ständigen Bedürfnis, unter der Dusche zu stehen. Eigentlich will ich doch von meinen Tagträumen erzählen, denen ich seit Jahren während des Sommers nachhänge. Continue Reading

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