„Manchmal reicht schon eine Kleinigkeit, um sich mental auf einen anderen Weg zu bringen, wenn man die Themen, über die man gewöhnlich schreibt, satt hat.“
(Natalie Goldberg)

Zum ersten Mal nach Jahrzehnten im Journalistenberuf gehe ich zu meinen Wurzeln zurück:
In Mein blauer Lippenstift schreibe ich über meine Eindrücke, Erfahrungen und Gedanken zu den Themen, die mich mein Erwachsenenleben lang (und bereits einen Großteil meiner Teenagerjahre) interessieren, die mich faszinieren und fesseln. Außerdem wage ich mich auch endlich wieder an fiktive Geschichten, die auszudenken und zu formulieren mir immer viel Spaß gemacht haben.

Warum Mein blauer Lippenstift?

Meine Faszination für Lippenstifte reicht so weit zurück wie meine Leidenschaft am Lesen.
Als kleines Mädchen übte die goldglänzende Hülse des Lippenstifts meiner Mutter eine magische Anziehungskraft auf mich aus. Diesen Lippenstift mit seinem rosefarbenen cremigen Inhalt wollte ich unbedingt besitzen und in meiner Kinderhandtasche mit mir herumtragen.

Bis heute hat sich meine Liebe zu Lippenstiften jeder Farbe und Marke kein bisschen verändert! Hiermit oute ich mich also ganz offiziell als Lipstick Junkie. Farben, Texturen, Hülsen,
Klassiker oder Trendprodukte der Saison: Ich liebe sie alle und will sie alle haben!

Der Lippenstift ist natürlich nicht einfach nur Farbe auf meinen Lippen. Er erfüllt eine wichtigere Funktion, weil er es nämlich schafft, meine Laune zu beeinflussen. Während andere Frauen bewusst einen Duft auftragen um in bessere Stimmung zu kommen, greife ich in meine Lippenstiftsammlung. Das geht soweit, dass ich manchmal anstatt den Lipstick auf das Outfit abzustimmen, Kleider, Schuhe und Accessoires an die Lippenfarbe anpasse.
Eben ein absoluter Lipstick Junkie…

Hier kommt Natalie Goldberg ins Spiel!

„Manchmal kommt man um die Erkenntnis nicht herum: Wir haben uns satt, sind unsere Stimme und das Material, über das wir gewöhnlich schreiben, gründlich Leid. Dann ist es an der Zeit, andere Methoden zu finden, die uns zum Schreiben anregen. Färben Sie Ihr Haar grün, piercen Sie ihre Nase, tragen Sie eine Baskenmütze, Hausschuhe und ein Nachthemd, tragen Sie Weiß und ein Stethoskop um den Hals… Versuchen Sie alles, um sich einmal anders zu fühlen und so die Welt mit anderen Augen zu sehen“, schreibt Natalie Goldberg im Kapitel „Blauer Lippenstift“ ihres Ratgeber-Klassikers Writing Down the Bones: Freeing the Writer Within.

Mit dieser Kapitelüberschrift hätte sie mir kein besseres Motto für meinen Blog geben können.
Danke, Natalie!

Denn genau darum geht es: Mit Mein blauer Lippenstift schreibe ich in einem neuen Modus, wechsle, wie gesagt, meinen Blickwinkel, schreibe lustvoller und hoffentlich auch kreativer als es das Journalistenhandwerk normalerweise erlaubt. Grünes Haar oder Nasenpiercing sind aber nicht so mein Ding, im Nachthemd oder mit Stethoskop um den Hals mag ich auch nicht am Schreibtisch sitzen. Aber mit immer anderem Lippenstift, der zu meiner Stimmung passt, der meine Laune verändern oder unterstreichen soll!

Der blaue Lippenstift trifft folglich exakt meinen Geschmack, zumindest als Sinnbild. Die blaue Farbe trage ich zwar nur gedanklich auf, doch ich übernehme die Logik, die in Natalies Rat steckt: Nehme dir die Freiheit, deine bisherigen Themen anders zu sehen, spiele damit und lasse neue, vielleicht auch verrückte Gedanken zu.
Mein blauer Lippenstift kombiniert damit auf ideale Weise meine Leidenschaft (Lipsticks, Lipsticks, Lipsticks) mit dem Wunsch mein Schreiben umzugestalten. Man könnte es auch „sich neu erfinden“ nennen. Doch auf diese abgedroschene Floskel verzichte ich.

Aus immer anderen Blickwinkeln, die nicht unbedingt logisch, dafür aber originell sein sollen,
wird also Mein blauer Lippenstift thematisieren, was mich niemals loslässt:

  • Schreiben, Schreiben und immer wieder das Schreiben
  • Die Frau im Beruf
  • Beauty und Lifestyle
  • Gesundheit und Gesundheitsprävention
  • Selbst-PR und Selbst-Marketing
  • Bücher und Bücher schreiben
  • Und Lippenstifte, die mich durch den Tag tragen (weil ich meine Wurzeln auf gar keinen Fall kappen will)HKW_Website_ Icon Artikelende
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Vorsicht, diese Frau ist bewaffnet!

„Roxy. Heute muss es Roxy sein“, dachte Gwen. Sie blickte auf den randvollen weißen Korb, der auf dem Tisch in ihrem Bad stand. In diesem Korb, der mehr als einen halben Meter Durchmesser maß, bewahrte sie ihre Schätze auf: ihre Lippenstifte. (mehr …)

Ist der Winter schön?

Das Jahr 2017 ist vier Tage alt. Höchste Zeit für die erste Binsenweisheit: (mehr …)

Ich will doch nur spielen.

In den Tagen zwischen den Jahren finde ich endlich Zeit zum Spielen. Mit Themen zu spielen, über die ich im kommenden Jahr schreiben möchte. Texte, die Spaß machen, keine Routinearbeit. Träume. Experimente. Spinnereien. (mehr …)

Brief an Santa

Lieber Santa Claus!

oder soll ich Dich besser in der in Deutschland üblichen Form anreden? Also:

Lieber Weihnachtsmann!

Wie die meisten Menschen in Deutschland bin ich mit dem Glauben an das Christkind aufgewachsen. Ein neugeborenes Kind in Windeln und ohne Lebenserfahrung ist jedoch nicht gerade die passende Person, der ich meine Wünsche vortragen mag. Und auch die alternative Figur des Christkinds, das blondlockige Engelchen, liegt mir nicht besonders als jemand, dem ich meine wichtigsten Anliegen anvertrauen könnte. (mehr …)